Meine Arbeitsweise und Arbeitsauffassung

 

Form follows function - Dieser Ausdruck von dem US-amerikanischen Architekten Louis Sullivan begegnete mir das erste Mal in meinen frühen Zwanzigern. Die Form folgt der Funktion, das ist im Prinzip ein Grundsatz der Natur. Nichts ist überflüssig, alles hat eine Funktion, einen Sinn. Die Aussage bringt auf den Punkt, was mir grundlogisch erscheint.

 

Der Ansatz zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben, privat wie beruflich. So war ich einige Jahre in einer Steuerkanzlei dafür zuständig, einigermaßen komplizierte steuerliche Sachverhalte für Mandanten verständlich aufzuschreiben. Dabei ließ ich alles Überflüssige weg. Platt gesagt: Die wenigsten Mandanten interessieren sich für die genauen steuerlichen Gesetzesstellen, die Aktenzeichen laufender Verfahren oder rechtsgültiger Urteile. Sie interessieren sich für die Bedeutungen und die Konsequenzen, die sich daraus für ihr Unternehmen ergeben. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern das Ziel ist das Ziel.

 

Warum Niederländer KIS lieben

Im Jahr 2005 hatte ich ein 11-Millionen-Euro-Projekt auf dem Tisch und musste mir sämtliche Einzelheiten selber erarbeiten. Angefangen von der Antragstellung über die Projektbuchhaltung bis hin zum Fördermittelabruf und dem Troubleshooting - es war eine enorm stressige und lehrreiche Phase, in der ich eng mit dem Mandanten zusammenarbeitete. Er war Niederländer, sprach und verstand sehr gut Deutsch und hatte sich sein hemdsärmeliges, typisch niederländisches Geschäftsverhalten bewahrt. Und mit hemdsärmelig meine ich, dass er sehr direkt, zupackend und praxisorientiert war. 

 

“KIS, Marion! Keep it simple, please!”, das war seine übliche Reaktionen auf meine detailversessenen Ausführungen der förderrechtlichen Sachverhalte. Er wollte sie nicht hören, denn die Infos brachten ihn nicht weiter. Die Zeit drängte und er brauchte die Kernfakten - und zwar schnell, auf das Wesentliche reduziert, ohne überflüssigen Schnickschnack. Ich entsprach seinen Vorgaben, reduzierte den Informationsfluss auf die wirklich wichtigen Dinge und versorgte ihn mit den nötigen Einzelheiten, sobald es erforderlich wurde. Ich selbst war ungeachtet seines KIS-Prinzips über die Details im Bilde und filterte für ihn die Kernfakten aus dem laufend anwachsenden Projektdetailberg.

  

Den roten Faden knüpfen

Die meisten Förderprogramme, mit denen ich im Laufe meiner Tätigkeit zu tun hatte, kommen wie im oben beschriebenen Beispiel mit dutzenden Bestimmungen und Nebenbestimmungen, Anlagen und Richtlinien, seitenweisen detaillierten Projektvorgaben, Mindestanforderungen und K.o.-Kriterien daher. Ich setze mich damit auseinander - das ist mein Job. Aus den vielen Einzelheiten knüpfe ich den roten Faden, damit Kunden “ihr” Förderprogramm verstehen und im Geschäftsalltag handhaben können. Ich stelle meinen Kunden die wesentlichen Dinge zur Verfügung, die Sie benötigen, um ihr  Ziel zu erreichen. Mit Augenmaß, zur richtigen Zeit und in der nötigen Dosis. Damit Sie Ihrem Tagesgeschäft wie gewohnt nachgehen, dabei ihr Förderprogramm richtlinienkonform und effizient bearbeiten und zeitnah Gelder abrufen können.

 

Keep it simple 

KIS - in dieser Form arbeite ich heute, weil es meinem grundlegend lösungsorientiertem Denkansatz entspricht. Es geling damit pragmatisch, Zuschüsse denjenigen zugänglich zu machen, für die sie in erster Linie bestimmt sind: Selbstständige/Freelancer, Gewerbetreibende, Einzelunternehmer und kleine Unternehmen.