Begriffserläuterungen / FAQ

Abruffrist

Es handelt sich um eine Frist zum Abruf bereits genehmigter Förderdarlehen. Ein Darlehensnehmer sollte z.B. das ERP-Darlehen (European Recovery Program) binnen eines Jahres abrufen. Diese Frist lässt sich auf Antrag verlängern, wenn es dem Darlehensnehmer z.B. aufgrund irgendwelcher Verzögerungen, nicht möglich ist, die Frist einzuhalten.

Anlageinvestition

Erwirbt oder stellt man Güter des Anlagevermögens her, spricht man von Anlageinvestitionen. Hierbei kann es sich z.B. um den Firmenwert oder das Sachanlagevermögen handeln. Dieses wird dann im Unternehmen genutzt und teilweise verbraucht.


Anlagevermögen

Vermögenswerte, die dauerhaft an das Unternehmen gebunden sind, wie etwa Grundstücke oder Gebäude, die zur Leistungserstellung genutzt werden und nicht zum Verkauf bestimmt sind.

Antragstellung

Für Fördermittel müssen Anträge gestellt werden, z.B. bei Projektträgern oder Kreditinstituten. Dies muss vor Eingehen von finanziellen Verpflichtungen, wie z.B. Kauf- oder Lieferaufträge, geschehen, da eine Förderung sonst nicht mehr möglich ist.

Anzahlungsbürgschaft

Der Auftraggeber tritt durch eine Anzahlung gegenüber dem Auftragnehmer, wegen eines festgelegten Vertragsgegenstandes, in Vorleistung. Zu dieser Zeit ist der Auftragnehmer noch nicht in der Lage, seine Gegenleistung zu erbringen. Der Auftraggeber lässt sich seine Anzahlung durch eine Anzahlungsbürgschaft bestätigen, damit diese nicht ergebnislos war.

Ausfallbürgschaft

Sobald bei einer Ausfallbürgschaft, eine Zwangsvollstreckung in das Vermögen eines Hauptschuldners durch den Gläubiger fruchtlos geblieben ist, muss ein Bürge Zahlungen leisten. Es gibt Bürgschaftsbanken, welche diese Ausfallbürgschaften gegenüber anderen Banken antreten.

Bankdarlehen

Umgangssprachlich ist vom Kredit die Rede. Der Darlehensnehmer hat für die Bereitstellung des Kredites einen Zins zu zahlen. Eine Abtragung des Kredites erfolgt beispielsweise durch Ratenzahlungen oder durch Tilgung der Gesamtsumme am Ende der Laufzeit.

Bankdarlehen

Umgangssprachlich ist vom Kredit die Rede. Der Darlehensnehmer hat einen Zins zu zahlen. Der Darlehensbetrag wird vollständig zur Verfügung gestellt. Eine Abtragung des Kredites erfolgt entweder durch bestimmte Raten oder durch Tilgung der Gesamtsumme am Ende der Laufzeit.

Beratung

Ein Beratungsgespräch ist der Beginn einer jeden Neugründung. Diese können z.B. bei Steuerberatern, Unternehmensberatern, Handwerkskammern oder Industrie- und Handelskammern erfolgen. Von dort aus werden auch fachliche Stellungnahmen angefertigt, die bei einer Antragstellung auf öffentliche Fördermittel gegebenenfalls vorgelegt werden müssen. Im Rahmen einer Beratungsförderung können vom Bund und Länder, bei einer Beratung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Existenzgründer, Zuschüsse gewährt werden.

Bereitstellungsprovision

Bei einer Bereitstellungsprovision berechnen die Banken den Aufwand, den sie für die Bereitstellung eines Kredites haben, der nicht in Anspruch genommen wurde.

Bereitstellungszinsen

Diese werden erhoben, wenn ein Kreditnehmer das Darlehen trotz Kreditzusage, nicht abruft.

Bereitstellungszinsen

Diese werden erhoben, wenn ein Kreditnehmer trotz Kreditzusage, das Darlehen nicht abruft.

Beteiligungskapital

Es wird für Unternehmen von Beteiligungsgesellschaften oder anderen außenstehenden Geldgebern, Geld als Eigenkapital auf Zeit zur Verfügung gestellt. Dies kann als Anlage in das Grundkapital oder auch als stille Beteiligung am Unternehmen dienen.

Betriebsmittel

Betriebsmittel sind die materiellen Güter, die für den Handel oder die Herstellung von Produkten erforderlich sind. Sie verursachen Kosten wie etwa für den Wareneinkauf, Personalkosten oder Kosten für Werk- oder Rohstoffe. Diese Kosten lassen sich durch einen Betriebsmittelkredit vorfinanzieren. Es ist ratsam, permanent erforderliche Betriebsmittel zumindest mittelfristig oder langfristig zu finanzieren, um so eine bessere finanzielle Situation zu schaffen.

Bonität

Ist die Eigenschaft eines Schuldners, der z.B. eine natürliche Person oder ein Unternehmer sein kann, seiner Pflicht aus dem Schuldenverhältnis, wie etwa die Bezahlung eines Kredites oder der Zinsen, nachzukommen. Hinzu kommen noch weitere Faktoren die eine Rolle spielen, wie z.B. die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt oder die Nachfrageentwicklung. Diese können nicht direkt von dem Schuldner beeinflusst werden.

Bürgschaft

Mit einer Bürgschaft schließt man ein Vertragsverhältnis, bei dem ein Bürge die Pflicht auf sich nimmt, bei Zahlungsunfähigkeit eines Dritten gegenüber dem Gläubiger, für dessen Verbindlichkeiten aufzukommen. Es wird unterschieden zwischen einer Bürgschaft und einer selbstschuldnerischen Bürgschaft. Für den Fall, dass es sich nicht um eine selbstschuldnerische Bürgschaft handelt, hat der Bürge das Recht darauf, dass der Gläubiger zu aller Erst einmal gegen den Hauptschuldner klagt. Handelt es sich um eine selbstschuldnerische Bürgschaft, besteht dieses Recht für den Bürgen nicht. Er ist in diesem Fall zur direkten Zahlung der nicht erbrachten Verbindlichkeiten des Dritten verpflichtet.

Bürgschaftsbanken

Dienen zur Unterstützung für den Mittelstand. Bürgschaftsbanken übernehmen für gewerbliche Unternehmen oder Freiberufler Ausfallbürgschaften, wenn diesen wegen fehlender Sicherheiten ein Kredit nicht oder nicht ausreichend gewährt werden würde.

Darlehen

Bei einem Darlehen überlässt der Darlehensgeber einem Schuldner Geld oder andere vertretbare Sachen (Sachdarlehen). Der Schuldner hat die Pflicht, Zinsen und Darlehensraten fristgerecht zu zahlen.

Eigenkapital

Zeitlich unbeschränktes, von den Besitzern eines Unternehmens zur Verfügung gestelltes Kapital. Dieses Kapital können Gelder, Sparguthaben oder auch Gegenstände sein, die in das Unternehmen mit eingebracht werden.

Existenzfestigung

Nach der Gründung eines Unternehmens kommt die Phase zur Festigung der selbstständigen Existenz. Diese kann gefördert werden.

Existenzfestigung

Die nach der Gründung des Unternehmens anstehende Phase zur Festigung der Existenz, kann gefördert werden.

Existenzgründung

Gründung einer neuen Existenz. Zu einer Existenzgründung zählen auch die Übernahme oder eine Beteiligung an einem anderen Unternehmen.

Factoring

Als Factoring bezeichnet man eine Forderungsabtretung. Hierbei kauft z.B. eine Factoringgesellschaft, die als Factor bezeichnet wird, Forderungen, die ein Betrieb gegenüber seiner Kunden hat. Beim Eintreiben der gekauften Forderungen besteht für das Factoring-Unternehmen das Risiko, dass ein Schuldner seinen Zahlungen nicht nachkommt. Dies begleicht das auftraggebende Unternehmen durch einen Abschlag an die Factoringgesellschaft.

Finanzierungsplan

Bei Aufnahme eines Kredites durch einen Unternehmer wird ein Finanzierungsplan erstellt. In dem Finanzierungsplan werden Herkunft und Höhe des Eigenkapitales und eventuelles Fremdkapital ermittelt.

Folgeinvestition

Als Folgeinvestitionen werden die Investierungen bezeichnet, die nach einer Gründung oder der Übernahme eines Betriebes zur Entwicklung und Erhaltung des Unternehmens dienen.

Förderfähige-Kosten

Es handelt sich um die Kosten einer geplanten Investition wie z.B. in Gebäude oder die Anschaffung von Maschinen, die durch Förderprogramme von Bund und Ländern mitfinanziert oder durch ein zinsgünstiges Darlehen unterstützt werden können.

Franchising

Ist ein System, bei dem der sogenannte Franchise-Geber einen Franchise-Nehmer ein Unternehmenskonzept zur Verfügung stellt. Der Franchise-Geber übernimmt beispielsweise das Marketing für den Franchise-Nehmer. Dieser leistet dafür in der Regel monatliche Gebühren gegenüber dem Franchise-Geber.

Freiberufler

Zu den Freiberuflern zählen unter anderem Ärzte, Apotheker oder Zahnmediziner, aber auch Rechtsanwälte, Steuerberater oder Architekten und Ingenieure. Lehrer, Schriftsteller und Künstler zählen auch zu Angehörigen der Freien Berufe. Im Einkommensteuergesetz definiert § 18 näheres zu freien Berufen.

Fremdkapital

Fremdkapital kann ein Privat- oder Bankkredit sein. Es handelt sich um fremde Mittel, die nicht vom Unternehmen selbst zur Verfügung gestellt werden.

FuE-Ausgaben

FuE steht für Forschung und Entwicklung. Als FuE-Ausgaben werden die betrieblichen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bezeichnet.

Gewährleistungsbürgschaft

Bei einer Gewährleistungsbürgschaft bürgt die Hausbank eines Auftragnehmers für eventuelle Mängel, die während der Gewährleistungsfrist entstehen können. Ohne eine Gewährleistungsbürgschaft durch die Hausbank des Auftragnehmers, könnte der Auftraggeber einen Sicherheitseinbehalt von meist 5% der Rechnungssumme verlangen. Die Hausbank übernimmt die Bürgschaft, so dass der Auftragnehmer nicht auf den Sicherheitseinbehalt verzichten muss.

Gründungskosten

Dies sind Kosten, die im Rahmen einer Unternehmensgründung anfallen. (z.B. Kosten für eine Gewerbeanmeldung, Beratungskosten oder Steuerberatungs-, Rechtsanwalts- und Notarkosten oder Eintrag bei der IHK)

Haftungsfreistellung

Wenn der Antragsteller eines Kredites bei seiner Hausbank nur geringe Sicherheiten vorweisen kann, kann die Hausbank bei dem Hauptkreditinstitut eine Haftungsfreistellung beantragen. Die Hausbank kann für bis zu 100% der Kreditsumme haften. Dies bedeutet, dass sie im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers gegenüber dem Hauptinstitut für die vertraglich vereinbarten Verbindlichkeiten haften.

Handwerk

Als Handwerk bezeichnet man die Art des Unternehmens, aber auch den Berufsstand. Im Handwerk ist es üblich, dass sich ein handwerkliches Unternehmen örtlich auf einen Kundenkreis beschränkt, Produkte auf Bestellung fertigt und Dienstleistungen erbringt.

Hausbank

Wenn Sie als Unternehmen bei einer Bank Ihrer Wahl ein Geschäftskonto einrichten, spricht man von Ihrer Hausbank. Sie können dort auch gegebenenfalls Darlehen beantragen oder öffentliche Förderdarlehen, die von Ihrer Hausbank an die Förderbanken weiter übermittelt werden.


Immaterielle-Wirtschaftsgüter

Als Immaterielle Wirtschaftsgüter bezeichnet man Güter die nicht fassbar sind, wie z.B. das Warenzeichen einer Firma, der Firmenwert, den Standort oder den Kundenstamm.

Innovation

Neu entwickelte Produkte oder Dienstleistungen, die aus Forschung und Entwicklung entstehen, werden als Innovation bezeichnet. Man spricht aber auch von Innovation, bei Fortschritten im organisatorischen, sozialen und juristischen Bereich. Im Wettbewerb ist die Wirksamkeit eines Unternehmens zur Entwicklung von Neuerungen ein wichtiger Punkt für den Erfolg.

Innovationsmanagement

Unter Innovationsmanagement fassen Ökonomen die Schritte zusammen, die man geht, wenn man ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung auf den Markt bringen möchte. Angefangen von der Idee, bis hin zur erfolgreichen Vermarktung. In diesem Prozess müssen einige Dinge beachtet werden, wie z.B. Erstellung eines Gründungskonzeptes, Marktanalyse oder auch Patentrecht.

Insolvenz

Wenn ein Schuldner gegenüber seinen Gläubigern seine Verbindlichkeiten nicht mehr begleicht oder begleichen kann, kann ein Insolvenzantrag gestellt werden. Dieser kann vom Gläubiger aber auch vom Schuldner gestellt werden. Gestellt wird der Antrag bei dem zuständigen Amtsgericht. Der Eröffnungsgrund eines Insolvenzverfahrens ist für gewöhnlich die Einstellung von Zahlungen des Schuldners gegenüber dem Gläubiger. Der Schuldner hat die Möglichkeit, sich im Anschluss an das Insolvenzverfahren durch ein Restschuldverfahren von weiteren Verbindlichkeiten gegenüber Gläubigern, befreien zu lassen.

Investition

Unter Investitionen versteht man die zielgerechte Anlage von Kapital, um später damit Einnahmen erzielen zu können. Bei einer Gründung eines Unternehmens werden beispielsweise Investitionen in Gebäude, Maschinen oder Fahrzeuge getätigt.

Investitionskosten

Als Investitionskosten bezeichnet man Anschaffungskosten. In der Regel dienen sie der Bemessungsgrundlage für Fördermittel. Gefördert werden insbesondere Investitionen in Maschinen, Anlagen, Gebäude oder Grundstücke.

Investitionsrechnung

Eine Investitionsrechnung dient zur Feststellung, ob sich eine geplante Investition eines Unternehmens lohnt. Es wird ermittelt, ob die hieraus zu erwartenden Erträge höher sind als die Ausgaben für die Investition. Ebenso kann der bestmögliche Zeitpunkt für eine geplante Investition ermittelt werden.

Kapitalbedarfsplan

Bei einer Unternehmensgründung wird ein Kapitalbedarfsplan erstellt, der aufführt, welche Beträge für welche Investitionen benötigt werden. Bei einer Gründung wird beispielsweise in Beratungsleistungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe investiert. Es wird aber auch Kapital für die private Lebensführung und Risikoabsicherung des Gründers berücksichtigt.
Bei einer Unternehmensgründung bringt der Unternehmer Eigenkapital mit ein. Durch den Kapitalbedarfsplan lässt sich nun feststellen, ob das eingebrachte Eigenkapital reicht, um auf den vom Kapitalbedarfsplan ermittelten Bedarf zu gelangen oder ob die Differenz zwischen dem Eigenkapital und dem Kapitalbedarf durch Fremdkapital (Kredite) gedeckt werden muss.

Kapitalbeteiligungsgesellschaften

Unter Kapitalbeteiligungsgesellschaften versteht man, Unternehmen die sich an anderen Unternehmen gegen Bezahlung für einen bestimmten Zeitraum beteiligen.

Kapitaldienst

Der Kapitaldienst setzt sich aus Gesamtbelastungen (Zinsen und Tilgungszahlungen) eines Kreditnehmers zusammen. Den Kapitaldienst leisten zu können bedeutet Folgendes: Ein Unternehmen ist in der Lage, im Rahmen seiner im Liquiditätsplan ermittelten Zahlungsströme, die Tilgungs- und Zinszahlungen seiner Kredite zu leisten.

KfW-Bankengruppe

Die KfW-Bankengruppe ist eine Einrichtung des öffentlichen Rechts. Sie ist Förderbank des Bundes und der Länder. Die KfW fördert mittelständische Unternehmen sowie Existenzgründer. Von hier aus gefördert werden aber beispielsweise auch Projekte zum Schutz von Umwelt und Klima, Wohnraummodernisierung oder Export- und Projektfinanzierungen.

Kleingründungen

Wenn ein Unternehmen mit wenig Kapital und ohne Mitarbeiter an den Markt geht, nennt man dies Kleingründung.

KMU-Definition


Die Europäische Union sieht folgende Daten für die Definition der KMU vor:

                                 Mitarbeiter               Umsatzsumme              Bilanzsumme

Kleinstunternehmen         <10          und         <2 Mio. €     oder       <2 Mio. €



Kleines Unternehmen       <50          und        <10 Mio. €    oder      <10 Mio. €



Mittleres Unternehmen    <250         und        <50 Mio. €    oder      <43 Mio. €



Großes Unternehmen      >250         und        >50 Mio. €    oder      >43 Mio. €



Kreditsicherheiten

Dies sind Sicherheiten, die bei Kreditverhandlungen zwischen den Kreditnehmern und den Banken entschieden werden. Es kann sich z.B. um Bürgschaften, Grundschulden oder Sicherungsübereignungen handeln.

Liquiditätsplan

In einem Liquiditätsplan werden alle zu erwartenden ein- und ausgehenden Zahlungsströme eines Unternehmens für einen festgelegten Zeitraum in der Zukunft aufgelistet. Dies soll die  zukünftigen Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens sicherstellen.

Management-Buy-in

Wenn externe Führungskräfte ein bereits bestehendes Unternehmen kaufen, nennt man das Management Buy in (MBI). Auch eine Mischung aus Management Buy in und Management Buy out gibt es häufig, da es vorkommt, dass interessierte interne Führungskräfte nicht ausreichend Kapital aufbringen können.

Management-Buy-out

Management Buy out (MBO) ist, wenn interne Führungskräfte das bereits bestehende Unternehmen erwerben. Als Kapitaleigner übernehmen sie dann auch die Geschäftsführung des Unternehmens.

Markterschließungskosten

Unter den Markterschließungskosten versteht man die Kosten die notwendig sind um sich am Markt zu präsentieren. Darunter zählen z.B. Kosten für Beratung und Erstellung eines Werbekonzeptes, Schritte zur Knüpfung von neuen Geschäftskontakten, Werbung zur Eröffnung, Untersuchungen des Marktes usw.

Meister-Bafög

Das Meister-Bafög ist eine staatliche Beihilfe zur Finanzierung der Meisterprüfung für qualifizierte Bewerber in Industrie und Handwerk. Außerdem kann das Meister-Bafög auch für Fortbildungsmaßnahmen sowie Lehrgangs- und Prüfungsgebühren beantragt werden. Es muss zwei Jahre nach Abschluss der Prüfung in monatlichen Raten zurückgezahlt werden.

Mezzanine-Finanzierung

Mezzanine Finanzierung ist eine Mischform von Eigen- und Fremdkapital.

Mikrofinanzfonds-Deutschland

Gründer und junge Unternehmen die einen geringen Kapitalbedarf haben, ermöglicht der Mikrofinanzfonds Deutschland einen besseren Zugriff auf Kleinkredite. Er nimmt den Banken, die Kleinkredite an Gründer und junge Unternehmen vergeben, das Kreditausfallrisiko ab. Die Vergabe eines Mikrokredites wird oft mit der Teilnahme an Gründungs- und Unternehmensberatungen verbunden.


 

Nachrangdarlehen

Ein Nachrangdarlehen wird bei einer Insolvenz erst dann zurückerstattet, wenn alle anderen Forderungen von nicht nachrangigen Darlehensgebern getilgt wurden. Für die Beantragung eines Nachrangdarlehens müssen keine Sicherheiten vorgelegt werden.

Nominalzins

Darunter versteht man den Zins, der pro Jahr für einen Kredit zu zahlen ist. Bei dem Nominalzins werden Verrechnungsmethoden der Bank und Kreditnebenkosten nicht berücksichtigt.

Projektträger

Hierbei handelt es sich um Stellen, die außerhalb der Bundes- bzw. Landesverwaltung angesiedelt sind und z.B. im Namen und im Auftrag des BMBF bzw. des BMWi handeln (Verwaltungshelfer). Sie informieren und beraten zu einzelnen Forschungsbereichen und den hier bestehenden Fördermöglichkeiten. Die Beantragung von Fördermitteln wird in der Regel über sie abgewickelt.

Refinanzierung

Von der Refinanzierung wird gesprochen, wenn Banken beispielsweise an Unternehmen Kredite vergeben und der Kreditgeber, also die Bank, sich die dafür benötigten Mittel über eigene Kreditaufnahmen, Verpfändung von Wertpapieren u.Ä. beschafft.

Rentabilität

Bei der Rentabilität wird berechnet, wie hoch der Erfolg im Verhältnis zu dem eingesetzten Kapital steht. Dadurch wird beispielsweise geprüft, ob sich diverse Investitionen in einem Unternehmen lohnen. Bei der Vergabe eines Kredites durch die Bank, ist die Rentabilität eine der wichtigsten Faktoren um die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen.

Risikogerechtes-Zinssystem

Wie hoch der Kreditzins ist, richtet sich nach dem Ausfallrisiko (das Risiko dass die Bank trägt, falls ein Kreditnehmer seinen Kredit nicht oder nicht vollständig zurückzahlt). Je besser die wirtschaftlichen Verhältnisse und je größer der Wert der gestellten Sicherheiten eines Unternehmens ist, desto geringer ist der Zinssatz.

Risikokapital

Bei dem Risikokapital werden die Chancen auf den Gewinn eines Unternehmens geschätzt und auf dieser Grundlage stellen Banken, Unternehmen oder Beteiligungsgesellschaften den Kreditnehmern ohne weitere Kreditsicherheiten Kapital zur Verfügung.

Sanierung

Wenn ein Unternehmen die Insolvenz droht, werden Maßnahmen ergriffen, um dies zu verhindern. Diese Maßnahmen werden als Sanierung bezeichnet und können u.a. Kundenneugewinnung, Kostensenkung oder eine zusätzliche Aufnahme eines Kredites sein.

Sicherheiten

Sicherheiten müssen bei der Vergabe eines Kredites dem Kreditgeber vorgelegt werden. Dies sind z.B. Bürgschaften, Grundschulden, Hypotheken, Sicherungsübereignungen. Die Bank kann darauf zurückgreifen sollte der Kreditnehmer seinen Pflichten gegenüber der Bank nicht nachkommen.

Standort

Der Standort ist der Ort, an dem sich das Unternehmen befindet. Bei einer Neugründung eines Unternehmens ist die Standortsuche ein wichtiger Faktor, bei dem je nach Tätigkeit die Miete, der Kundenverkehr, die Parkplätze u.a. zu berücksichtigen sind. Bei der internationalen Standortsuche kommen auch Faktoren wie Regelungen der Arbeitszeit, Steuerbelastungen, allg. Arbeitskosten u.a. hinzu.

Subventionen

Als Subvention bezeichnet man die finanzielle Unterstützung von Unternehmen aus öffentlichen Mitteln von Bund, Land oder EU. Diese Unterstützungen sollen zur Förderung der Wirtschaft dienen.

Tätige-Beteiligung

Wenn sich ein Unternehmer an einem fremden Unternehmen aktiv und finanziell beteiligt, spricht man von einer tätigen Beteiligung. Für eine tätige Beteiligung stehen auch Förderprogramme zur Verfügung. Um diese nutzen zu können, muss durch die Beteiligung eine selbstständige unternehmerische Vollexistenz vorhanden sein. Außerdem muss der Beteiligte einen bestimmten unternehmerischen Einfluss besitzen.

Technologieorientierte-Unternehmensgründung

Eine technologieorientierte Unternehmensgründung ist, wenn ein Unternehmen neu gegründet wird und sich deren Produkte und Dienstleistungen auf neue technologische Ideen und Forschungsergebnisse beziehen. In der Regel werden noch vor der Produktionsaufnahme des Unternehmens umfassende technische Entwicklungsarbeiten ausgeführt.

Tilgung

Unter Tilgung versteht man die Abzahlung einer langfristigen Schuld, wie z.B. die Abzahlung eines Kredites. Diese Tilgung kann einmalig oder in Raten (z.B. monatlich, quartalsweise) erfolgen. Bei einem zu erstellenden Finanzplan sind die Höhe und die Zahlungstermine durch die Aufstellung eines Tilgungsplanes zu berücksichtigen.

Umsatz-/Ertragsvorschau

 Eine Umsatz- und Ertragsvorschau wird erstellt, um herauszufinden, ob sich das Unternehmen mit dem geplanten Vorhaben am Markt halten kann. Hierbei werden die zu erwartenden Umsätze und Aufwendungen des Unternehmens gegenübergestellt und aus den sich ergebenden Erträgen sollte die Tragfähigkeit des Vorhabens erkennbar werden. Die Umsatz- und Ertragsvorschau sollte für 3 Jahre erstellt werden.

Unternehmensengel

Kann ein erfahrener Manager, Unternehmer oder leitender Angestellter sein, der sich bei Existenzgründern am Unternehmen beteiligt und mit Kapital, Know-how und auch Kontakten in das Unternehmen einbringt.

Unternehmensnachfolge

Von einer Unternehmensnachfolge spricht man, wenn keine Neugründung besteht, sondern ein bereits bestehendes Unternehmen durch ein Familienmitglied, einen internen Nachfolger oder einen externen Nachfolger übernommen wird.

Unternehmerkapital

Dies ist eine Förderung  für Existenzgründer, die ein Unternehmen oder eine freiberufliche Existenz gründen oder innerhalb von drei Jahren nach der Gründung Maßnahmen zur Festigung des Unternehmens durchführen wollen. Der Existenzgründer muss eine erforderliche fachliche und kaufmännische Qualifikation vorweisen sowie eine ausreichende unternehmerische Entscheidungsfreiheit besitzen. (ERP-Kapital für Gründung)

Unternehmerkredit

Mit dem Unternehmerkredit werden Existenzgründungen gefördert. Mit dem Kredit können z.B. Grundstücke, Gebäude, Baumaßnahmen, Maschinen u.a. finanziert werden. Der Kredit kann aber auch für die Übernahme oder eine tätige Beteiligung an einem Unternehmen genutzt werden.

Venture-Capital

Als Venture Capital bezeichnet man ein Beteiligungskapital. Dieses Beteiligungskapital wird von sogenannten Venture Capital Gesellschaften zur Verfügung gestellt. Die Beteiligungsgesellschaften werden für einen bestimmten Zeitraum Miteigentümer des Unternehmens. Es müssen von den Unternehmen keine Sicherheiten gestellt werden, die Kapitalgeber sind überzeugt von dem Konzept und der Fähigkeiten des Unternehmers. Da dies für die Venture Capital Gesellschaften mit einem gewissen Risiko verbunden ist, erwarten diese auch eine dementsprechende Gewinnbeteiligung.

Verbundprojekte

Verbundprojekte sind Projekte mit dem Hintergrund des Wissens- und Technologietransfers, an denen sich mehrere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und/oder wissenschaftlichen Einrichtungen beteiligen. Diese Projekte erhalten bevorzugt Förderungen.

Vertragserfüllungsbürgschaft

Bei einer Vertragserfüllungsbürgschaft bürgt die Hausbank eines Auftragnehmers für den Fall, dass dieser nicht mehr in der Lage ist eine vertraglich vereinbarte Leistung gegenüber dem Auftraggeber zu erbringen.

Vollexistenz

Wenn ein Unternehmer in der Lage ist, durch seine selbstständige Tätigkeit die sich aus dem Unternehmen ergebenden Kosten, die Abtragungen seiner laufenden Darlehen und seinen Lebensunterhalt auf Dauer zu tragen, spricht man von einer Vollexistenz. Der Selbstständige muss seine Tätigkeit hauptberuflich und auf Dauer ausüben.

Vorfälligkeitsentschädigung

Wenn ein Schuldner sein Darlehen bei der Bank früher oder schneller als vereinbart abzahlen möchte, muss er die Bank für entgangene Zinsen entschädigen.

Warenlager

Existenzgründer können nicht nur durch Investitionen in das Anlagevermögen gefördert werden, sondern auch durch Investitionen in das Material- und Warenlager. Es werden Erstausstattungen gefördert, die von dem Existenzgründer bei der Aufnahme seiner Geschäftstätigkeit benötigt werden.

Zinsverbilligung

Förderdarlehen werden aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt. Der Kreditnehmer hat bei Förderdarlehen eine Chance auf bessere Kreditbedingungen wie z.B. Zinsverbilligung oder tilgungsfreie Anlaufjahre.

Zuwendungsbescheid

Bei einem positiven Entscheid über die Vergabe von Fördermitteln, bekommt der Antragsteller von der Förderbehörde einen rechtsverbindlichen Zuwendungsbescheid. In dem Zuwendungsbescheid stehen bestimmte Bedingungen, die der Antragsteller einhalten muss, um seinen Zuschuss oder das Förderdarlehen zu erhalten. Sollte er die Bedingungen nicht einhalten, kann der Fördergeber von einem Rückforderungsanspruch Gebrauch machen.

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